Meine wichtigste Fokus-Lektion 2025: Weniger wollen, mehr erreichen

Das Paradox der Produktivität: Warum Du mehr erreichst, wenn Du weniger willst – und wie ich das auf die harte Tour gelernt habe.

Thilo Pfeil|17. Dezember 2025|3 Min. Lesezeit
Weniger Ziele, mehr Ergebnisse - Fokus-Pyramide

Meine wichtigste Fokus-Lektion 2025.

Weniger wollen. Mehr erreichen. Klingt paradox, ist aber verdammt wahr.

Der Januar, der alles anders machen sollte

Du kennst das: Januar startet mit einer endlosen To-Do-Liste. Alles scheint wichtig. Alles scheint dringend. Du willst das Business skalieren, drei neue Produkte launchen, mehr Content produzieren, nebenbei noch Fitness und Familie.

Bullshit.

Je mehr ich wollte, desto weniger erreichte ich. Mein Kopf war voll, meine Ergebnisse mager.

Die Erkenntnis im Kloster

Dann wurde mir klar: Fokussierung ist nicht das Auswählen von mehr. Es ist das konsequente Weglassen von allem, was nicht essentiell ist.

Im Kloster gab es keine 47 Optionen. Es gab einen Tagesablauf. Klare Strukturen. Und in dieser Klarheit passierte etwas Erstaunliches: Ich wurde produktiver als je zuvor.

Nicht trotz der Beschränkungen. Wegen ihnen.

Das Paradox der Wahlmöglichkeiten

Psychologen nennen es "Paradox of Choice" – je mehr Optionen wir haben, desto unzufriedener und handlungsunfähiger werden wir.

Das gilt für Müsli im Supermarkt genauso wie für Business-Entscheidungen:

  • 3 Produkte zur Auswahl → klare Entscheidung
  • 47 Produkte zur Auswahl → Analyse-Paralyse

Das Gleiche passiert, wenn Du 47 Ziele hast:

  • 1 Fokus-Ziel → tägliche Klarheit, was zu tun ist
  • 47 "Prioritäten" → jeden Tag die Qual der Wahl

Weniger wollen in der Praxis

So sieht "weniger wollen" konkret aus:

1. Jahresplanung: Eine Sache

Ich habe 2025 mit einem einzigen Jahresziel gestartet, nicht mit zehn. Alles andere wurde diesem Ziel untergeordnet.

2. Quartalsplanung: Drei Projekte

Maximal drei parallele Projekte pro Quartal. Wenn ein neues Projekt dazukommt, muss ein anderes warten.

3. Wochenplanung: Drei Ergebnisse

Jede Woche definiere ich drei konkrete Ergebnisse, die ich erreichen will. Nicht Tasks, Ergebnisse.

4. Tagesplanung: Eine Priorität

Jeden Tag gibt es eine Sache, die wichtiger ist als alles andere. Die wird zuerst erledigt.

Was ich dadurch erreicht habe

Mit weniger Zielen habe ich 2025 mehr erreicht als in den Jahren davor mit meinen Mega-Listen:

  • Ein Produkt gelauncht statt fünf geplant und keines fertig
  • Tiefe Kundenbeziehungen statt oberflächliche Masse
  • Mehr freie Zeit statt ständige Überlastung

Der Trick ist: Wenn Du weniger Dinge machst, machst Du sie besser. Und das Ergebnis übertrifft die Summe von hundert halbherzigen Versuchen.

Dein Fokus für 2026

Bevor Du mit der Jahresplanung startest, stelle Dir diese eine Frage:

"Wenn ich dieses Jahr nur EINE Sache erreichen könnte, welche würde den größten Unterschied machen?"

Schreibe die Antwort auf. Das ist Dein Fokus.

Alles andere ist optional.

FAQ

Wahrscheinlich ja. Aber nicht alle können gleichzeitig Priorität haben. Priorisieren heißt, bewusst zu entscheiden, was warten muss. Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.

Schreib sie auf eine "Später"-Liste. Sie laufen nicht weg. Aber sie verstopfen auch nicht mehr Deinen Kopf. Einmal im Quartal kannst Du prüfen, ob eine davon Dein nächster Fokus werden soll.

Du verpasst auch Chancen, wenn Du alles halb machst. Die Frage ist: Welche Chancen willst Du wirklich nutzen? Die, die zu Deinem Fokus passen, oder die, die Dich davon ablenken?

Mit Dankbarkeit und Klarheit: "Das klingt spannend, passt aber gerade nicht zu meinem Fokus. Darf ich mich in Q2 wieder melden?" Die meisten Menschen respektieren klare Priorisierung.

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